Struwwelpeter

Erfolgsgeschichten beginnen so: 1844 schenkte Heinrich Hoffmann seinem dreijährigen Sohn zu Weihnachten das Urmanuskript des »Struwwelpeter«

Hoffmanns Manuskript war nicht mehr als ein Schreibheft in der Größe 21 x 17 cm, mit 14 einseitig beschriebenen und mit aquarellierten Zeichnungen versehenen Seiten (heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen). Im darauf folgenden Jahr erschien dann unter dem Pseudonym Reimerich Kinderlieb die erste gedruckte Ausgabe. Aber erst 1858 kam es zur Veröffentlichung des endgültigen, erweiterten Manuskriptes »Der Struwwelpeter« (Holzschnittfassung).

Heinrich Hoffmann: Arzt, Psychiatrie-Reformer und Schriftsteller

Durch den Knaben mit der ungepflegten Mähne wurde er berühmt. Trotz dieses sensationellen Bestseller-Erfolges war die Schriftstellerei für Heinrich Hoffmann (1809–1894) nur eine Freizeit-Liebhaberei. Nach wie vor ging er in Frankfurt seinem Brotberuf als Mediziner nach, zunächst als praktischer Arzt, später als Leiter der Frankfurter Psychiatrischen Anstalt.

Er unterrichtete seit 1845 Anatomie am Senckenbergischen Institut, bis er 1851 als Arzt der städtischen »Anstalt für Irre und Epileptische« angestellt wurde. Die trostlosen Zustände, die Hoffmann dort vorfand, die Patienten vegetierten unter höchst desolaten Verhältnissen dahin, ließen ihm die Psychiatrie und ihre Reform zur eigentlichen Lebensaufgabe werden.

Er entwickelte neue Therapieansätze im Alltag der psychiatrischen Betreuung seiner Patienten und kämpfte für einen Neubau der Psychiatrie, um bessere räumliche Verhältnisse für seine Patienten. 1864 war es dann soweit, auf dem »Affensteiner Feld«, im Norden der Stadt, wo heute das IG-Farben-Hochhaus steht, bezog er seine neue Anstalt mit rund hundert Patienten. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1888 wohnte er selbst zusammen mit seiner Familie in der Anstalt, um stets in der Nähe seiner Patienten sein zu können.

1914 wurde die Anstalt der neugegründeten Universität angegliedert und in »Städtische und Universitätsklinik für Gemüts- und Nervenkranke« umbenannt. 1930 bezog diese einen Neubau in Niederrad, das heutige »Zentrum der Psychiatrie« in der Heinrich-Hoffmann-Straße.

Weitere Kinderbücher von Heinrich Hoffmann
»König Nußknacker und der arme Reinhold«
»Bastian der Faulpelz« (1854)
»Im Himmel und auf der Erde. Herzliches und Scherzliches aus der Kinderwelt« (1857)
»Prinz Grünewald und Perlenfein mit ihrem lieben Eselein« (1871)

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